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Prof. Dr. Ernst Ludwig Ehrlich
Prof. Dr. Ernst Ludwig Ehrlich

Zum Tode von Prof. Dr. Ernst Ludwig Ehrlich

Am 21.10. verstarb in Riehen bei Basel der jüdische Religionsphilosoph Ernst Ludwig Ehrlich im Alter von 86 Jahren.

Der gebürtige Berliner war ein Schüler Leo Baecks an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums. Als Mitglied des Kuratoriums und Ehrensenator trug er wesentlich dazu bei, dass mit dem Abraham Geiger Kolleg an der Universität Potsdam wieder eine Stätte der Rabbinerausbildung in Deutschland entstand.
Der Rektor des Abraham Geiger Kollegs, Rabbiner Prof. Homolka, würdigte den Verstorbenen: "Er war die Brücke zum jüdischen Erbe vor dem Holocaust. Ein bedeutender liberaler Denker, ein Mensch mit weitem Herzen. Die Aufgabe, die er uns hinterläßt, wiegt schwer!"

Ehrlich wirkte viele Jahre als Generalsekretär der Christlich-Jüdischen Arbeitsgemeinschaft in der Schweiz und als Direktor von B'nai B'rith Europa. Er war während des 2. Vatikanischen Konzils als jüdischer Berater von Kardinal Bea in Basel und Rom in entscheidender Weise an der Vorbereitung der Erklärung über die Juden, „Nostra aetate“ (1965), beteiligt. Als Mitglied des Gesprächskreises Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken prägte Ehrlich den jüdisch-christlichen Dialog nach der Schoa.

Im Juli 2007 war Ehrlich in Berlin mit dem Israel-Jacobson-Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Er hatte auch den Leo-Baeck-Preis, die Buber-Rosenzweig-Medaille und den Bischof-Hemmerle-Preis inne. Der Honorarprofessor für Neuere Jüdische Geschichte und Religion an der Universität Bern war Ehrendoktor der Universitäten Basel und Luzern sowie der Freien Universität Berlin. Prof. Ehrlich war Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Frau Sylvia und Blanka Wild-Burgauer, der Adoptivtochter aus erster Ehe.

Die öffentliche Trauerfeier findet am Donnerstag, den 25.10., um 16.00 Uhr in der Liberalen Jüdischen Gemeinde Or Chadasch in Zürich statt. Am 18. November findet um 14.00 eine Gedenkfeier im Centrum Judaicum in Berlin statt.

Lebenslauf von Ernst Ludwig Ehrlich

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Walter Homolka, Elias H. Füllenbach OP
Leo Baeck - Eine Skizze seines Lebens

1. Auflage 2006
ca. 128 S. mit zahlr. s/w-Fotos Geb. mit Schutzumschlag
Format: 15,8 cm x 21,5 cm
ca. EUR 14,95 [D] / EUR 15,40 [A] / SFr 27,30
ISBN 3-579-06429-0

Titel erscheint: 09.06

Eine lebendig erzählte und reich bebilderte Kurzbiografie.
Eine kleine Hommage an ein großes jüdisches Leben in Deutschland.
Zum 50. Todestag von Leo Baeck am 2. November 2006.

» Im sozialen Gedanken werden die Menschen zur Menschheit.« Leo Baeck

Für mehr als ein halbes Jahrhundert war er der führende Gelehrte des deutschen Judentums. Im Terror der Nationalsozialisten war er für sein Volk - auch noch in Theresienstadt - ein mutiger und selbstloser Sprecher: Leo Baeck.
Diese reich bebilderte Kurzbiografie ehrt den großen Rabbiner und Religionsphilosophen anlässlich seines 50. Todestages. Lebendig erzählt zeichnet das Buch ein anschauliches Bild vom Leben, Denken und von der Bedeutung dieses besonderen Mannes.

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Walter Homolka:
Leo Baeck
Jüdisches Denken – Perspektiven für heute

Herder Spektrum Band 5728

ca. € 8,90 /SFr 16.50 /€[A] 9,20
ISBN 3-451-05728-X

Originalausgabe erscheint am 1. März 2006

Vor 50 Jahren starb Leo Baeck, einer der bedeutendsten Denker des deutschen Judentums. Rabbiner Walter Homolka zeichnet das Wegweisende seines Ringens um die jüdische Existenz, eingebettet in die Suche nach Dialog zwischen den Religionen.

Rabbiner Dr. Walter Homolka studierte u. a. am Leo Baeck College und King’s College London. Der frühere Landesrabbiner von Niedersachsen ist seit 2002 Rektor des Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam, des ersten Rabbinerseminars in Deutschland seit dem Holocaust. Mitglied im Executive Board der World Union for Progressive Judaism, deren Präsident Leo Baeck von 1938 bis 1953 war.

 
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