Projekte

Die Leo Baeck Foundation ist eine operative Stiftung. Sie will das Judentum in Europa festigen und ausbauen sowie eine Perspektive des interreligiösen Dialogs schaffen.

Abraham Geiger Kolleg

Das Abraham Geiger Kolleg ist seit seiner Gründung im Jahr 1999 zu einer international anerkannten Institution gewachsen, deren Aufgabe zunehmend in der akademischen Mitgestaltung der Jüdischen Theologie liegt. 35 Absolventen, Rabbiner/Innen und Kantoren/Innen sind bereits in Deutschland, aber auch in Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Schweden, Südafrika und in den USA in ihrem Amt tätig. Die Leo Baeck Foundation fördert das Abraham Geiger Kolleg von Anbeginn an.

Zacharias Frankel College

Das Zacharias Frankel College wurde auf Initiative der Leo Baeck Foundation gegründet, um eine neue Generation von konservativen Rabbinerinnen und Rabbinern auszubilden, die sich den Bedürfnissen einer wachsenden jüdischen Gemeinschaft in Europa widmen. Als eine rabbinische Einrichtung für Masorti ist das Zacharias Frankel College dem Denken, den Prinzipien und den Werten von Louis Jacobs, Abraham Joshua Heschel, Mordecai Kaplan, David Lieber und anderen großen Visionären verpflichtet. Wir bauen auf den Grundlagen des positiv-historischen Judentums und den deutschen Gründungsvätern wie Zacharias Frankel und Leo Baeck auf.

School of Jewish Theology

Im November 2013 wurde an der Universität Potsdam die School of Jewish Theology gegründet. Mit der erstmaligen Etablierung der Jüdischen Theologie im Rahmen einer staatlichen Universität erfüllt sich auch der bald 200 Jahre alte Appell Abraham Geigers und seiner Weggefährten nach einer „jüdisch-theologischen Facultät“. Die School of Jewish Theology ist Partner bei der Erfüllung der Stiftungsaufgaben.

ELES

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) ist eines der dreizehn Begabtenförderungswerke, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt werden. ELES fördert nach den Richtlinien des BMBF besonders begabte jüdische Studierende und Promovierende. ELES zeichnet sich besonders durch ein reiches ideelles Förderprogramm aus, das die Stipendiaten mit vielen Fragen des Judentums, aber auch mit allgemein-gesellschaftlichen, kulturellen oder naturwissenschaftlichen Themen vertraut macht. Die Leo Baeck Foundation hat dieses Studienwerk errichtet und fördert es seither.

Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch

Ziel der Dialogperspektiven ist die Entwicklung und Etablierung neuer und innovativer Formen des interreligiös-weltanschaulichen Dialogs. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts wird das Programm als europäische Plattform ausgebaut. Die Dialogperspektiven möchten einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Verständigung und zur Zusammenarbeit leisten, zur Stärkung und Verteidigung der europäischen Zivilgesellschaft und zur Gestaltung eines pluralen, demokratischen und solidarischen Europas.

Die Dialogperspektiven laden Studierende und Promovierende aus Europa zur jeweils einjährigen Zusammenarbeit ein. Das Programm bildet europäische Führungskräfte in Wissenschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft zu Expert*innen eines neuen, gesellschafts-orientierten interreligiös-weltanschaulichen Dialogs aus. Dabei setzt das Programm auf den intensiven, kritischen Austausch und auf wachsende, belastbare Beziehungen.

Seit 2015 kamen im Rahmen der Dialogperspektiven über 200 Studierende und Promovierende unterschiedlichster religiöser und weltanschaulicher Orientierungen zusammen. Die Teilnehmenden bilden auf einzigartige Weise die Pluralität der europäischen Gesellschaft ab. Sie machen ihre vielfältigen Hintergründe und Erfahrungen für den Austausch fruchtbar und finden bei den Dialogperspektiven den dringend benötigten Raum für Begegnung, Austausch und Dialog.

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext

Jüdisches Leben im Deutschland der Gegenwart ist vielfältig wie nie. Diese Vielfalt ist auch an der Kunstproduktion junger Jüdinnen und Juden abzulesen. DAGESH macht dies sichtbar. DAGESH fördert innovative Kunstprojekte und multimediale künstlerische Kooperationen in Deutschland und Europa. Seit seiner Gründung hat DAGESH durch zahlreiche Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen geschaffen.

Als Plattform und Netzwerk unterstützt DAGESH junge jüdische Künstler*innen und gibt Stimmen und Ausdrucksformen zur Neudefinition eines gegenwärtigen und zukunftsgewandten jüdischen Selbstverständnisses und -bewusstseins einen Raum. Dabei werden stereotype Erwartungshaltungen der Mehrheitsgesellschaft gebrochen.

Mit seinem internationalen Bildungsprojekt „DAGESH on Tour“ fördert DAGESH den Austausch zwischen Künstler*innen und Jugendlichen. „DAGESH on Tour“ setzt auf die personale Vermittlung von jüdischen Gegenwartskünsten und auf die Kunst als gesellschaftswirkende Praxis.

Gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Berlin vergibt DAGESH den DAGESH-Kunstpreis. Ausgezeichnet werden Werke, die sich mit den Problemen der Gegenwart und der Frage auseinandersetzen, wie das Zusammenleben in einer pluralen Gesellschaft möglich ist.

DAGESH ist ein Programm der Leo Baeck Foundation, das durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht wird.

HILLEL Deutschland

Hillel International ist eine internationale Organisation jüischer Studierender, die weltweit an 550 Universitäten und Hochschulen vertreten ist. Das Ziel von Hillel ist es, jungen jüdischen Studierenden Werkzeuge zu geben, um die Zukunft jüdischen Lebens aktiv mitzugestalten. Das tut Hillel an aktuell 13 Standorten in Deutschland.

Stiftung Schwarz-Schütte Potsdam

Die Stiftung Schwarz-Schütte Potsdam wurde im Herbst 2015 gegründet. Ihre Aufgabe sieht sie in der Unterstützung der Verwirklichung der Aufgaben des Zentrums für das Jüdisch-Geistliche Amt am Abraham Geiger Kolleg sowie des Zacharias Frankel College. Eigenständig tätig wird die Stiftung bei der Gründung einer Einrichtung für biblische Archäologie, beispielsweise im Rahmen des Forums Religionen im Kontext der Universität Potsdam.

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