Jüdischer Zukunftskongress

Jüdischer Zukunftskongress

Berlin, 05. – 11. November 2018

 

Ziele

Das jüdische Leben in Berlin ist 2018, 80 Jahre nach den Novemberpogromen des Jahres 1938so vielfältig, wie es nach Zweitem Weltkrieg und Schoa kaum vorstellbar gewesen war. Die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens trifft hier heute auf eine dynamische jüdische Zivilgesellschaft. In Religion, Kultur, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gestalten junge Jüdinnen und Juden nicht nur ihre eigene vielstimmige Gemeinschaft: Sie gestalten unsere Gesamtgesellschaft mit, in Berlin und darüber hinaus. Eine Institution, die diese neue Vielfalt mit verantwortet, ist die Leo Baeck Foundation. Sie ist 2006 aus Anlass des 50. Todestages des großen Berliner Rabbiners und Gelehrten Leo Baeck (1873-1956) entstanden, der sich Zeit seines Lebens stets um ein der Tradition verbundenes Judentum in der Moderne bemüht hatte. Die Leo Baeck Foundation ist wie keine andere Einrichtung geeignet, einen Jüdischen Zukunftskongress zu gestalten; in ihr und von ihr ausgehend wird durch ihre Institutionen und Programme ein Pluralismus gelebt und gefördert, der auch ein Kennzeichen gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen in Deutschland und Europa geworden ist. Den vielfältigen Herausforderungen stellt sich die Leo Baeck Foundation mit Selbstbewusstsein, Expertise und Zuversicht. Dieses besondere Profil soll dem Jüdischen Zukunftskongress als Katalysator dienen und dabei Impulse für die Konsolidierung, aber auch Erneuerung jüdischen Lebens in Deutschland in seiner ganzen Vielfalt geben. Dieses Selbstbewusstsein und diese Zuversicht sollen beim Jüdischen Zukunftskongress im Zentrum stehen und somit auch eine klare gesamtgesellschaftliche Perspektive auf ein neues Miteinander eröffnen.

 

Programm

Dies ist eine unverbindliche Arbeitsfassung des Programms des Jüdischen Zukunftskongresses. Beim Jüdischen Zukunftskongress sollen folgende Veranstaltungsformen und Medien zum Ausdruck kommen: Vortrag, Podiumsdiskussion, Workshop, Ausstellung, Film, Zeitzeugengespräch, Konzert, Installation. Plurale Gottesdienste bilden das religiöse Rahmenprogramm des Kongresses. Hier können Sie das Programm auch als pdf-Datei downloaden.

 

Hauptprogramm

 

05. November 2018

Montag

11.00-12.00:

Pressekonferenz zum Zukunftskongress im Centrum Judaicum (CJ)

19.00-21.00:

Multimediale Eröffnung des Jüdischen Zukunftskongresses im CJ. Buchpremiere „Junge jüdische Stimmen“ (Herder Verlag, 2018), Film, Ausstellung „1938“ des Leo Baeck Institute New York / Berlin

Empfang

06. November 2018

Dienstag

9.15-10.45:

„Jüdischer sozialer Aktivismus, Erinnerung, Politik“ im Selma Stern Zentrum

11.15-13.00:

„Filmmatinee Dagesh / Jüdisches Filmfestival“ im Filmkunst 66-Kino

15.00-16.45:

„Neue Allianzen“. Podium in der Akademie des Jüdischen Museums

18.00-20.00:

„Évian Revisited. Emigration, Flucht und die Festung Europa – Juni 1938 /November 2018“

07. November 2018

Mittwoch

10.15-12.30:

„Erinnerung als Verbindung zwischen den Generationen“ Gespräch, Zeitzeugenimpulse und Podium im Selma Stern Zentrum

14.15-16.00:

„Jüdischkeit außerhalb von Synagogen und Gemeindestrukturen“ im Centrum Judaicum

18.00-19.45:

Dagesh / Jüdisches Museum Berlin. Kunstpreisverleihung im JMB an junge Künstler_innen aus ELES Reihen. Im JMB

20.15-21.45:

„Zwischen Club Voltaire, Berghain und Club Odessa. Aktuelle Generationsfragen einer Gemeinschaft.“ Im Club Berghain

08. November 2018

Donnerstag

9.15-11.00:

„Denominationen. Gelebter Pluralismus im Judentum“. Im Selma Stern Zentrum

12.00-13.30:

„Eine gesamtgesellschaftliche und bildungspolitische Perspektive aus der jüdischen Erinnerung“. Abschlußdiskussion im Centrum Judaicum

14.00:

Ende des Jüdischen Zukunftskongresses

 

Rahmenprogramm

 

09. November 2018

Freitag

11.00 (voraussichtlich):

Gedenkveranstaltung Bund / Zentralrat der Juden in Deutschland

18.30-20.00:

Intergenerationeller Kabbalat Schabbat mit Rabbiner Dr. Henry Brandt (Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland und Zeitzeuge) in der Synagoge Pestalozzistr der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Parallel: „LSD-Schabbat“

20.00:

Partnerveranstaltung „Desintegration und Gedenken“ im Gorki-Theater

10. November 2018

Samstag

19.00-21.00:

Abendveranstaltung der Jüdischen Kulturtage

11. November 2018

Sonntag

18.00-19.30:

Konzert des Louis-Lewandowski-Jugendchors

20.00:

Ende des Rahmenprogramms des Jüdischen Zukunftskongresses

 

Es werden Kooperationen und Synergieeffekte mit anderen Veranstaltungen der Woche in Berlin, darunter einer Gedenkveranstaltung des Bundes und des Zentralrates der Juden in Deutschland, den Jüdischen Kulturtagen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und der Ausstellung in der Stiftung „Topographie des Terrors“, gesucht; die Teilnehmer-innen des Jüdischen Zukunftskongresses sollen bewusst auf diese Veranstaltungen hingewiesen werden und an ihnen auch teilnehmen können.

 

Koordination

Dr. Dmitrij Belkin ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Leo Baeck Foundation und Koordinator des Jüdischen Zukunftskongresses. Sie erreichen ihn per Mail unter belkin@leo-baeck-foundation.de.

 

In enger Zusammenarbeit mit der Berliner Senatsverwaltung für Kultur unEuropa und unterstützt von der Bundeszentrale für politische Bildung.

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